Management by Objectives

Posted on 09/18/2014

Management by Objectives (kurz MBO) wird – obwohl ein recht klassischer Ansatz – immer noch gerne und viel verwendet. Ob jedoch Peter Drucker in den 1950er-Jahren vermutet hätte, was (häufig) übrigbleibt, als er seine „five essential operations for managers“ tituliert hat?

Nun ja, weg von Peter Drucker, hin dazu, wie man mit Management by Objectives auch Spaß haben kann (ob bewusst oder unbewusst, sei dahingestellt). Im Prinzip ist es ganz einfach… ignorieren sie erst einmal die großen Ziele des Unternehmens. Sind ihnen die Ziele nicht bekannt, dann haben sie Glück gehabt, sie müssen sich damit auch gar nicht auseinander zu setzen. Definieren sie nun einfach für die handelnden Personen sämtlicher Hierarchiestufen Ziele, die in einer bestimmten Periode zu erreichen sind. Der Spaß fängt dann an, wenn sie die Ziele so definieren, dass sie widersprüchlich sind… die handelnden Personen werden sich dann sehr interessant verhalten.

Vermeiden sie auch tunlichst, die Ziele SMART zu formulieren. Vereinbaren sie diese lieber möglichst vage und ungenau, selbstverständlich nicht messbar, schon gar nicht erst erreichbar, völlig unrealistisch und mit einer schwammigen Deadline. Ihre Mitarbeiter werden so viel Interpretationsspielraum haben, dass es lustig ist zuzusehen, was daraus wird.

Noch spannender wird das Ganze dann, wenn diese „Ziele“ an Bonuszahlungen oder Incentives gekoppelt sind! Lehnen sie sich zurück und genießen sie!

Haben sie jedoch Mitarbeiter im Team, die bemerken, dass hier etwas nicht stimmt, und klare Entscheidungen von ihnen einfordern, dann vermeiden sie das tunlichst… sonst werden sie vom Spielleiter ganz schnell zum Mitspieler und der Spaß hat ein Ende.

WARNUNG:
Wie wir in der Kindheit schon gelernt haben, wird aus Spaß oft Ernst. Auch in diesem Fall.
Spielen sie dieses Spiel bitte nur, wenn ihr Unternehmen so viel Geld hat, dass a) die Kunden egal sind (oder sie die alleinige Marktführerschaft haben und Kunden (noch) auf sie angewiesen sind) und b) sie Mitarbeiter beschäftigen deren Know-how 1:1 austauschbar ist oder die dieses Spiel freiwillig auf Dauer mitspielen.