Spielend zum Erfolg?

LSP
Legobauen für Erwachsene, das ist die LEGO®  SERIOUS PLAY® Methode2018 The LEGO Group), nachfolgend LSR genannt. Klingt lustig, ist es auch, hat aber einen tieferen Sinn. Dieser Blogpost versucht aufzuzeigen, warum LSR in unserer aktuellen und immer schneller werdenden Geschäftswelt eine Methodik mit viel Potential ist.

Vorteile der LEGO®  SERIOUS PLAY® Methode

„Begreifen“

Verschiedenen Quellen zufolge sind 70 – 80 % unserer Gehirnnerven mit den Händen verbunden. Das deutsche Wort „begreifen“ bringt es auf den Punkt. LSR hat in den vergangenen Jahrzehnten bewiesen, dass es ein Mittel dazu ist, neue Perspektiven aufzuzeigen, neue Ideen zu entwickeln, die Kommunikation zu verbessern und damit auch die Lösung von Problemen vereinfacht.
„Denken mit den Händen“ funktioniert tatsächlich und die daraus resultierenden Erkenntnisse erstaunen immer wieder aufs Neue.

Emotionale Verbundenheit

Dingen, die wir gebaut haben, fühlen wir uns emotional verbunden. Während diese „Dinge“ in der Wissensarbeit sehr oft nicht sichtbar sind, hilft uns LSR diese in entsprechender Form sichtbar zu  machen. Die in 3D vorhandenen Ergebnisse eines LSR-Workshops sind einprägsam, damit steigt das Commitment drastisch. Für Organisationen ist das die perfekte Basis für die weiterführende Umsetzung.

Wenn TeilnehmerInnen auch tatsächlich teilnehmen

Standardmeetings sehen meist so aus, dass sich eine kleinere oder größere Gruppe von Menschen rund um einen Besprechungstisch versammelt. Laptop und Handy im Gepäck, denn gerade in Meetings findet man oft die „Ruhe“, die man braucht, um sich seinen eigentlichen Aufgaben zu widmen. Hand aufs Herz, wie viele eMails haben Sie schon in Meetings versandt, die gar nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun hatten? 😉
Die LEGO®  SERIOUS PLAY® Methode verändert diese „lean back“-Meetings zu „lean in“-Meetings. Bereits an der Sitzhaltung der TeilnehmerInnen kann man das erkennen. Weiters bleiben Laptop und Handy draußen, die Konzentration ist beim Thema, welches bearbeitet wird. Die TeilnehmerInnen erfahren ein Flow-Erlebnis, welches in dieser Form in „normalen“ Meetings nur selten bis gar nicht erreicht wird. Zudem wird es sofort erkennbar, wenn jemand nicht aktiv teilnimmt. In herkömmlichen Meetings schweifen viele TeilnehmerInnen in Gedanken ab, was niemand, auch nicht der/die ModeratorIn, unmittelbar erkennen kann.
Ganz spannend an dieser Stelle ist auch, dass jede/r TeilnehmerIn im Workshop gleich ist. Unterschiede in der Hierarchie werden relativiert (siehe auch HIPPO-Effekt), Extrovertierte und Introvertierte werden gleichermaßen erreicht.

Missverständnisse werden reduziert

An dieser Stelle möchte ich das altbekannte Bild der Kommunikation in Projekten erneut strapazieren.
Source: https://www.overclockers.at/files/projekt-schaukel_144605.jpg
Source: https://www.overclockers.at/files/projekt-schaukel_144605.jpg
Jeder hat aufgrund seiner bisherigen Erfahrungen ein anderes Bild im Kopf. Die Visualisierung mittels LSR und die detaillierte Erklärung der Modelle reduziert Missverständnisse drastisch. Dieses einheitliche Verständnis hilft auch, Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede zu überbrücken.

Effektiver Umgang mit Konflikten

TeilnehmerInnen konzentrieren sich auf ihre Modelle, wodurch die Sachebene in den Vordergrund gerückt wird. Konflikte (vor allem auch verdeckte Konflikte) werden so leichter angesprochen und weniger emotionalisiert.

Ergebnisorientiert

Emotionale Verbundenheit mit dem Gebauten in Kombination mit zielgerichteter Kommunikation bietet die beste Basis für die weitere Umsetzung der Erkenntnisse. Der/die ModeratorIn hat das zu erreichende Ziel (inkl. der entsprechenden Dokumentation) permanent im Kopf und steuert auf diese Ergebnisse hin.
Es zählt nicht der Workshop, es zählt das Ergebnis!

Anwendungsgebiete

Die Anwendungsgebiete von LSR sind manigfaltig, können aber unter folgenden Punkten zusammengefasst werden:
  • Visions- und Strategieentwicklung
  • Produktentwicklung & Innovation
  • Ideengenerierung
  • Teamentwicklung
  • Problemlösung
  • Wertearbeit
  • Coaching

Wie funktionierts?

Das Wichtigste zuerst: Die LEGO®  SERIOUS PLAY® Methode ist kein Unterhaltungsprogramm! Es ist eine Methodik, die dabei unterstützt, Inhalte und Ergebnisse zu produzieren. Einfach nur ein paar Lego-Steine auf den Tisch zu legen und lustig drauf los zu bauen, hat mit damit nichts zu tun. Der in der Methodik geschulte Moderator führt durch den Workshop und unterstützt ganz gezielt die Erreichung des Workshop-Ziels.  Das fängt übrigens bereits in der Vorbereitungsphase an, wenn es gilt, das Workshopziel zu definieren.
Bevor es an die eigentliche Fragestellung geht, führt der Moderator durch eine Warm-Up-Phase, die die TeilnehmerInnen dazu befähigt mit Metaphern zu arbeiten. Diese Metapher sind die Basis für die Arbeit mit LSR. Erst im Anschluss an diese Phase geht es an die Bearbeitung der eigentlichen Themen.

Wer darf es anwenden?

Prinzipiell kann jeder die Grundprinzipien anwenden, da diese unter der Creative Commons Lizenz stehen. Die Marke LEGO®  SERIOUS PLAY® ist jedoch nach wie vor geschützt und steht nur ausgebildeten Moderatoren zur Verfügung!
Unabhängig der Trademark-Richtlinien: Möchte man jedoch effizient und effektiv mittel der LEGO®  SERIOUS PLAY® Methode arbeiten, empfiehlt sich ein/e ModeratorIn, welcher auch die Methodik entsprechend gelernt hat. Aus ModeratorInnenensicht gibt es in Zusammenhang mit Lego viele Fallstricke, die in einer guten Ausbildung adressiert werden. Wenn Sie auf der Suche nach einem/r zertifizierten ModeratorIn sind, achten sie – entsprechend der Lego Trademark Guidelines auf den genauen Wortlaut (Stand 9/2018: „Trained facilitator of LEGO®  SERIOUS PLAY® method and materials„).

Entstehungsgeschichte

Die wenigstens wissen, dass LSR bereits Mitte der 1990er-Jahre „erfunden“ wurde. Zu dieser Zeit suchte man bei Lego selbst nach einer Möglichkeit, die innovative Strategieentwicklung besser gestalten zu können. Parallel dazu beschäftigten sich die Professoren Johan Roos und Bart Victor am International Insitute of Management in Lausanne (Schweiz) nach neuen Möglichkeiten zur strategischen Planung. Gemeinsam mit dem damaligen Leiter der Lego Education Produktentwicklung Robert Rasmussen, entwickelten sie Lego Serious Play. Sprich: LSR ist in der Tat nicht  nur eine „Spielerei“ sondern wissenschaftlich fundiert und beinahe 20 Jahre in Anwendung. 2002 wurden diese Ideen öffentlich gemacht und seit 2010 steht die Methodik unter der Creative Commons Lizenz.

 

Mittlerweile erkennen immer mehr Unternehmen das Potential der LEGO®  SERIOUS PLAY® Methode und bearbeiten ihre Herausforderungen ganz gezielt mit dieser Methodik. Beispiele für solche Unternehmen sind IKEA, Airbus, Samsung, Virgin Atlantic, etc. etc. Umso erstaunlicher ist es, dass viele klein- und mittelständische Unternehmen dieses Potential für ihre Organisation (noch) nicht nutzen, weil die Methodik (noch) zu unbekannt ist.

 

********************
Disclaimer:
LEGO, SERIOUS PLAY, the Minifigure and the Brick and Knob configurations are trademarks of the LEGO Group, which does not sponsor, authorize or endorse this website.

Hinterlasse einen Kommentar.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code