Buchrezension | Work together anywhere

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Seit Jahren arbeite viel remote. Sprich: Daheim vom Home-Office, mit meinen Kolleginnen und Kollegen verbunden über Video und Audio. Ganz im Sinne von „man lernt nie aus“ habe ich mir deshalb das Buch von Lisette Sutherland und K. Janene-Nelson gekauft, um mir – ganz im Sinne von „frau lernt nie aus“ – mir ein paar weitere Tipps und Tricks von den Profis zu holen. Und tatsächlich, selbst nach längerer Zeit des „Remotearbeitens“ habe ich noch viel gelernt und mich an bereits Gelerntes wieder erinnert.

Das Buch

Nach einem eher erklärenden Kapitel über Online bzw. Remote-Work betrachtet das Buch unterschiedliche Perspektiven. In einzelnen Kapiteln werden so Inhalte aus Sicht von Angestellten/Freelancern aber auch vom Management betrachtet. Jedes einzelne Kapitel enthält wertvolle Checklisten, Tools und Action plans. Besonders begeistert haben mich die Zitate und Erkenntnisse von einer Vielzahl an Personen. Ich kann mir gut vorstellen, welcher Aufwand damit verbunden war. Ein Aufwand, der sich definitiv ausgezahlt hat! 🙂

Work together anywhere von Lisette Sutherland und K. Janene-Nelson (Foto: Lisette Sutherland, K. Janene-Nelson)

Die Autorin

Lisette Sutherland leitet Collaboration Superpowers und hilft dabei unterschiedlichsten Menschen dabei von überall aus zusammen zu arbeiten. Sie ist Speakerin, Autorin, leitet Webinare, Workshops und gibt ihr Wissen auch in Podcasts und Newslettern weiter. Darüberhinaus arbeit sie mit Happy Melly daran, Leute dabei zu unterstützen, Spaß an ihrer Arbeit bzw. in ihrer Arbeit zu haben.

Lisette Sutherland (Foto: Lisette Sutherland)

Meine Takeaways

Verwende deine Webcam!

In der Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen verwende ich meist GoToMeeting, Zoom oder Skype und muss gestehen, dass ich sehr oft die Kamera nicht aktiviere. Dieses Buch machte mir einmal mehr klar, wie wichtig es ist, sich nicht nur zu hören sondern auch zu sehen. Die Gestik, die Mimik… alles wesentliche Bestandteile, um Kameradschaft im Team zu fördern. Mittlerweile geht die Kamera an, wenn ich den Online-Meeting-Room betrete… uns siehe da, das war auch ansteckend für andere, die auch ihre Kamera nun lieber aktivieren als früher 😉

Arbeite laut!

In der Wissensarbeit sehen am Ende des Tages nur bedingt, was wir heute geschafft haben. Im Büro sprechen wir darüber mit Kolleginnen und Kollegen, wir tauschen uns aus. dieser Faktor reduziert sich als „Remote-Worker“ drastisch. Laut arbeiten meint in diesem Zusammenhang nicht, beim Arbeiten durch die Gegend zu schreien, was man gerade macht, sondern es geht im Prinzip darum, die Arbeit und den Fortschritt daran sichtbar zu machen. Das bringt Transparenz und vermeidet vor allem redundante Arbeit.

Vertrauen ist unabdingbar!

Es gibt nach wie vor viele Unternehmen, die ihren Angestellten nicht anbieten, remote zu arbeiten. Aus meiner Sicht hat das viel mit Vertrauen zu tun. Kann ich jemanden vertrauen, dass er seine Arbeit macht, auch wenn ich es nicht sehe? Dieses Vertrauen kann durch Transparenz („Arbeite laut“) und klaren Vereinbarungen unterstützt werden.

To build trust, be transparent and be personal.

In Zukunft wird es immer wichtiger werden, Remote-Arbeit zu unterstützen. Einerseits, weil die Arbeitnehmer dies fordern und andererseits um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben (=> besser optimale Teammitglieder weiter weg als suboptimale in der unmittelbaren Umgebung).

Companies that can support remote working will outperform companies that don’t.

Kaffeetratsch!

Obwohl ich meistens eine Tasse Kaffee auf meinem Tisch stehen habe, vermisse ich die kurzen Gespräche bei der Kaffeemaschine im Büro. Das ist nämlich meines Erachtens der Platz, an dem man Teambuilding am besten machen kann 😉 Mal ehrlich, der Input, den man fachlich in so kurzen Gesprächen beim Warten auf den Kaffee bekommt, haben schon die Lösung von vielen Punkten angetriggert.

Mach‘ deine Hausübungen!

Sobald eine Person aus dem Team remote arbeitet, müssen die Prozesse entsprechend adaptiert werden. Mein Bauchgefühl hat mir schon länger Zeit gezeigt, dass nicht die Remote-Arbeit per se dazu führt, wenn Dinge nicht so laufen, wie sie sollen. Dieses Buch hat mir dabei geholfen, mein Bauchgefühl besser zu verstehen.

Working remotely makes structural problems very visible in an organisation. If you lack vision, communication, team building, etc., this will be a real issue when working remotely. You could blame working distributed, but in most cases this is the result of a deeper problem.

Tools, tools, tools!

Ein ganzes Kapitel ist dem Thema „Technologien und Tools“ gewidmet. Eine wirklich geniale Übersicht über hilfreiche Tools, die das tägliche Arbeiten leichter machen. In den nächsten Monaten bin ich mit Sicherheit dabei, eine Vielzahl der Vorschläge auszuprobieren 🙂

Leseempfehlung?

Definitiv JA! Aufgrund der verschiedenen Perspektiven auf das gleiche Thema muss dieses Buch unbedingt ins Bücherregal von Mitarbeitern, Freelancern und Managern.

Du möchtest das Buch kaufen? Ich freue mich, wenn du dazu meinen Affiliate-Link verwendest:

Abschließend gibts von mir noch eine kurze Videoempfehlung… nämlich der TEDx-Talk von Lisette zu genau diesem Thema:

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